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Der
Februar fiel bei weitem nicht so kalt aus wie der Januar. Es gab
zwar nochmal Temparaturen um -25°C aber die Sonne war ein paar
Tage stark genug, um ein paar Plusgrade zu bringen. Manche
Bekannte fragten, wie wir Henriette anziehen, wenn wir bei diesen
Temperaturen rausgehen. Henriette hat ihren Baby-Kindersitz, wofür
es einen wärmenden Schlafsack gibt, durch den man das Kind
vorschriftsmässig anschnallen kann. Im Sack hat sie lediglich
den Strampler an. Das ist ziemlich praktisch und es ist offenbar
auch ausreichend warm, Henriette kommt darin sogar manchmal ins
Schwitzen. Vor eisigem Wind kann man mit einer über den
Kindersitz gezogenen Decke schützen.
Henriette
wird nun zunehmend agiler. Vor allem will sie nun oft sitzen und
zieht sich an gereichter Hand bzw. Finger in die Sitzposition.
Später im Monat schaffte sie das bereits alleine. Nun nutzen
wir auch täglich das Kinderstühlchen, vor allem zum
Abendbrot, wobei Henriette uns beobachten und gleichzeitig spielen
kann. Henriettes Interesse am Computer, der bei uns auf dem
Stubentisch steht, ist auch bereits geweckt. Jedenfalls hat sie
gemerkt, dass sich auf dem Bildschirm etwas verändert, wenn
man auf die Tasten drückt.
Ende
Februar erhielten wir endlich unsere Verlängerung das
Arbeitsvisums um zwei Jahre. Noch am gleichen Tag erschienen wir
bei der Krankenkasse, damit wir uns nicht mehr privat versichern
müssen. Für unseren gleichzeitig laufenden Antrag auf
die Permanente Aufenthaltsgenehmigung verfasste Susanne einen
englischsprachigen Essay, der von der Immigrationsbehörde
gefordert wurde.
Im
Restaurant hat sich auch einiges geändert. Als der Chef für
zwei Wochen im Urlaub war, hat die Chefköchin, die erst im
Oktober angefangen hatte, ihre Kündigung eingereicht. Die
Arbeit muss aber auch ohne sie getan werden, und für die
kommenden Wochen bis Stefan den Vaterschaftsurlaub antritt
bedeutet das erheblich mehr Arbeit. Im Februar hatte Stefan sogar
einen arbeitsfreien Sonntag, den ersten seit April 2007.
Im
August erwarten wir den ersten Besuch aus Deutschland. Stefans
Mutter und ihre Schwester werden sich auf die Reise machen, um
Edmonton und Umgebung kennenzulernen und ein paar schöne
Wochen mit uns und unserem kleinen Mädchen zu verbringen. Die
Flüge sind gebucht, und wir freuen uns schon auf ihren
Besuch. Wenn Susanne Urlaub machen kann, werden wir eine kleine
Tour durch die Berge unternehmen.
Fortsetzung
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