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Henriette
schläft nun wesentlich besser, auch wenn ein Umzug ins
Wohnzimmer nochmal vorkommen sollte, wie zum Beispiel am 3.
Dezember, wobei Susanne heimlich Fotos gemacht hat. Wasser ist
Henriette nicht so recht geheuer, zumindest ziert sie sich etwas,
wenn es ans Baden geht. Nackt auf dem Wickeltisch strampelnd fühlt
sie sich sehr wohl. Auf der Wickelunterlage kann sie nach oben
rutschen, wenn sie sich mit den Beinen an Mamas Brust abschiebt.
15.12.: Henriette dreht sich allein vom Bauch auf den Rücken.
Wir schmückten unser Haus weihnachtlich, jedoch nicht mit
einem Tannenbaum, sondern mit einer künstlichen Girlande und
Lichterkette den Durchgang zwischen Wohn- und Essbereich. Zwei
Herrnhuter Sterne waren auch dabei, davon einer im Aussenbereich
des Eingangs, was einige vorbeifahrende Canadier dazu veranlasste
ihr Tempo zu drossel, um einen genaueren Blick zu werfen. Auch
Henriette war beeindruckt von der Vielzahl der Lichter, und ihr
Blick ging immer wieder zum Stern und der großen roten
Schleife in der Mitte der Girlande.
Im
Blue Chair Cafe war ziemlich viel los, einige Weihnachtsfeiern,
Musik-Specials und auch ein Weihnachtsessen mit dem Vortrag der
Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens. Auch mit vollem Haus ist
die Arbeit dabei jedoch einfacher, weil die Speisenauswahl
beschränkt war bzw. ein Vier-Gänge-Menu gereicht wurde.
Mit guter Vorbereitung sind so 70 oder 80 Leute verhältnismässig
leicht zufriedenzustellen.
Das
Weihnachtsfest verbringen wir nun bereits das dritte Mal (davon
einmal im Urlaub) in Canada. Wir waren vor allem gespannt, wie
unsere Henriette auf alles reagieren würde, auch wenn sie mit
gerade zwei Monaten noch ziemlich jung dafür ist. Nachdem wir
tagsüber zahlreiche Grüße nach Deutschland
sendeten, kamen Susannes Eltern zum Heiligen Abend nach Edmonton
und wir haben Jägerschnitzel mit Nudelsalat verspeist,
gefolgt von selbsgemachter Eiscreme und Espresso. Anfang Dezember
hatten wir uns (als Weihnachtsgeschenk) eine halbautomatische
italienische Espressomaschine mit eingebautem Mahlwerk bestellt,
die am Mittag des 24.12. geliefert wurde und einen Cafe macht,
welcher den Vergleich mit jenen aus italienischen Restaurants
nicht zu scheuen braucht.
Den
folgenden Tag waren wir gemeinsam mit Claudia und Ronny, die wir
über unsere Webseite kennengelernt haben, zum Gänseessen
in Beaumont eingeladen. Henriette war an diesem Tag ob der vielen
Lichter am Weihnachtsbaum überwältigt und etwas ruhiger,
hatte am folgenden Tag jedoch umso mehr zu “erzählen”.
Zwischen
Weihnachten und Neujahr musste Stefan wieder arbeiten und auch am
Silvesterabend war das Restaurant ausverkauft, so dass er erst
kurz vor Mitternacht seinen Feierabend hatte. Zum Anstossen bei
Claudia und Ronny, wo Susanne und Henriette den Abend verbrachten,
kam er zu spät, aber wir haben dann noch die ersten Stunden
von 2008 dort gemütlich verbracht.
Nun
gibt es auch für die ganz Neugierigen endlich die ersten
Bilder von unserem Haus. Aber natürlich keine von Innen,
sonst müssten wir ja erstmal aufräumen.
Fortsetzung
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