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Mai
2006
Bereits
in den ersten Tagen konnten wir viele Bekannte von Susannes Eltern
kennenlernen, hatten eine gemuetliche Geburtstagsfeier, besuchten
unsere bevorzugten Einkaufscenter und machten Ausfluege in den Elk
Island National Park und nach Devonians Garden. Ausserdem wurden
wir mit den weltbesten Rindersteaks vom BBQ verwoehnt.
Am
ersten Sonntag im Mai hat uns Susannes Grosstante Beate zum
deutschen Gottesdienst eingeladen und danach zum Essen beim
Chinesen Beejing Buffet „ausgenommen“. („take
out for lunch“)
In
der zweiten Woche wollten wir bei einigen Stellen unsere
Bewerbungsunterlagen abgeben. Unsere Einwanderungsberater haben
uns bei der Erstellung der Lebenslaeufe ein wenig helfen duerfen.
Beim Kopieren im Bueroausstatter „Staples“ erlebten
wir wiedereinmal in Deutschland unvorstellbare Dinge: Mit der
Kreditkarte zu bedienende Kopiergeraete.
Um
unabhaengiger zu sein, haben wir uns fuer eine Woche ein Auto
gemietet. Ueberall stehen Schilder, dass Mitarbeiter gesucht
werden. Allerdings brauchen die Arbeitgeber die Leute sofort. Wir
haben jedoch noch kein Arbeitsvisum und suchen Arbeit um ein
solches zu bekommen. Immerhin konnten wir bei einigen Stellen,
u.a. Winspear-Centre fuer Musik, dem Rundfunksender CBC, einem
weiteren Radiosender und einem Event-Planer unsere Bewerbung
abgeben.
Zum
80. Geburtstag von Susannes Oma hatten wir einen Tisch zum
Mittagsbuffet im Restaurant LaRonde reserviert. Aus der 23. Etage
hat man dort einen tollen Blick über die Innenstadt von
Edmonton und den North Saskatchewan River. Am Ufer gegenüber
ist das Muttart Conservatory, welches wir nach dem Essen
besuchten.
Bei
unserem Einwanderungsberater haben wir die noetigen Unterlagen
unterschrieben. Er hat bei einem befreundeten Steuerberater wegen
eines Jobs für Susanne angerufen. Wir haben Ken bereits an
unserem ersten Urlaubstag kennengelernt, denn er ist der
Steuerberater von Susannes Eltern. Susanne hat nun bereits eine
Zusage für eine Arbeit als Buchhalterin. Damit können
wir nun ein Arbeitsvisum beantragen. Für Stefan besteht noch
die Möglichkeit, ein offenes Arbeitsvisum zu bekommen. Die
Chancen dafür sind jedoch nicht so gut, da es jährlich
nur eine begrenzte Anzahl gibt, die im Mai normalerweise
ausgeschöpft ist.
Bis
zu unserem Rückflug am 23. Mai besuchten wir noch einige
Sehenswürdigkeiten von Edmonton und Umgebung, darunter das
Reynolds-Alberta (Verkehrs-) Museum, Fort Edmonton Park und den
Valley-Zoo.
An
vielen Abenden fieberten wir mit den Edmonton Oilers mit, die sich
in der Nordamerikanischen Eishockeyliga durch die Play-Offs
kaempften und erst im siebten Spiel des Finales um den Stanley-Cup
von den Carolina Hurricanes bezwungen werden konnten.
Am
24. Mai sind wir wohlbehalten in Dresden gelandet und wurden von
Stefans Bruder Thomas und dem Neffen Jacob auf dem Flughafen
empfangen. Nachdem wir die Oma nach Hause gebracht hatten,
berichteten wir bei einer Tasse Kaffee von unserer Reise. Später
am Abend hatte Stefan endlich wieder Gelegenheit am Klavier in die
Tasten zu hauen.
Wir
haben wiedereinmal mehrere Tage gebraucht um den Jet-Lag zu
überwinden. Das wurde auch dadurch erschwert, dass wir keine
festen Termine und keinen regelmaessigen Tagesablauf (Uni bzw.
Arbeit) erfuellen mussten. Stefan will für den Rest des
Semesters noch das Forschungskolloquium besuchen, aber das findet
nur alle zwei Wochen statt. (Die Präsentation der
Magisterarbeit war für Mitte Juli geplant, ist dann jedoch
mangels Beteiligung doch ausgefallen.) Ansonsten wartet er nur auf
das Ergebnis der Magisterarbeit.
Susanne hatte
einen Termin beim Arbeitsamt. Die Beantragung ihres Arbeitsvisums
für Canada läuft über das deutsche Arbeitsamt, da
es sich um ein Programm zum Austausch junger Arbeitskräfte
handelt. Dafür könnte es sogar Beihilfe zu den Umzugs-
und Reisekosten geben. So richtig glauben wir daran nicht, aber
man kann es ja probieren. Wir muessen drei Angebote von
Speditionen einholen.
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